
HOMÖOPATHIE TRIFFT NATURHEILKUNDE
Programm
Die zweieinhalb Kongresstage stehen ganz im Zeichen der Verbindung von Homöopathie und Naturheilverfahren: Vorträge, Workshops und Diskussionen vertiefen bewährtes Wissen und eröffnen neue Perspektiven für die tägliche Praxis.
KONGRESSTHEMA 2027
Homöopathie trifft Naturheilkunde
Synergien nutzen – Wissen verbinden. Der Deutsche Ärztekongress für Homöopathie 2027 in Lindau steht für eine praxisnahe und zukunftsorientierte Medizin. Als zentrales Fortbildungsangebot des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte bietet er diesmal ein Forum, auf dem Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Gesundheitsberufe erleben können, wie sich Homöopathie und Naturheilverfahren verantwortungsvoll verbinden, anwenden und weiterentwickeln lassen.
Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Lindau bietet den geeigneten Rahmen für Austausch, wissenschaftliche Impulse und kollegiale Begegnung. In Kooperation mit dem Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) lassen wir interdisziplinäres Miteinander lebendig werden.
Praxisnahes Wissen für den Alltag
Menschen wünschen sich individuelle und nachhaltige Therapieansätze. Homöopathie und Naturheilverfahren ergänzen sich ideal in ihrer ganzheitlichen Sicht auf den Kranken. Praxisrelevante Vorträge reflektieren Bewährtes und greifen Neues und Aktuelles auf. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen vertieft der Kongress unser Wissen und eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven des therapeutischen Miteinanders.
Donnerstag, 06.05.2027
Dieses Programm ist vorläufig. Es kann zu Änderungen kommen.
Freitag, 07.05.2027
Dieses Programm ist vorläufig. Es kann zu Änderungen kommen.
Samstag, 08.05.2027
Dieses Programm ist vorläufig. Es kann zu Änderungen kommen.
PROGRAMM
Referentinnen und Referenten

Prof. Dr. sc. nat.
Stephan Baumgartner

Dr. med.
Eva Borsche

Dr. med.
Wolfgang Etspüler

Dr. med.
Hildegard Faust-Albrecht

Dr. med.
Uwe Friedrich

Dr. med.
Klaus Roman Hör

Prof. Dr.
Michael Keusgen

Dr. med.
Carl Rudolf Klinkenberg

Dr. med.
Rainer Matejka

Dr. med.
Ana Maria Matt

Dr. med.
Claudia Rehfueß

Prof. Dr. med.
Alexander Rondeck

Dr. med.
Victoria Rosenbach

Dr. med.
Martin Schätzle

Anke Scheer

Robert Schmidt

Dr. med.
Sabine Schmidt-Dzietko

Dr. med. dent.
Roland Schule

Dr. med.
Luise Stolz

Dr. med.
Andreas Wegener
PROGRAMM
Abstracts
Hier lesen Sie die bislang eingegangenen Abstracts zu den Vorträgen (alphabetisch sortiert nach dem Nachnamen der Referenten).

Referent
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Frass
Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin
Homöopathie als Teil der Integrativen Medizin – Kombinationen verschiedener Methoden
Die Integrative Medizin verbindet konventionelle Behandlung mit ausgewählten komplementären Verfahren und verfolgt einen patientenzentrierten, ganzheitlichen Ansatz. In diesem Rahmen wird auch die Homöopathie eingesetzt, häufig kombiniert mit naturheilkundlichen Maßnahmen, Akupunktur, Osteopathie, Ernährungs- und Bewegungstherapie oder psychologischen Verfahren.
Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse, Lebensstil und subjektives Krankheitserleben stärker zu berücksichtigen und die therapeutische Beziehung zu fördern.
Aktuelle Forschung, insbesondere die systematische Übersichtsarbeit von Hamre et al., liefert Hinweise auf eine Wirksamkeit der Homöopathie über Placeboeffekte hinaus. Die Befunde sollten in die integrative Versorgung einbezogen und durch weitere hochwertige Forschung überprüft werden; zugleich dürfen notwendige Standardtherapien nicht ersetzt werden.
Der Beitrag diskutiert Chancen und Grenzen kombinierter Behandlungskonzepte und plädiert für transparente Information, gemeinsame Entscheidungsfindung, Qualitätssicherung, wissenschaftliche Evidenz und konsequente Patientensicherheit.

Referent
Dr. med.Christoph Hohmann
Integrative Medizin, Privatarzt
Blutegeltherapie kompakt: Egel in der Praxis kompetent anwenden
3-stündiges Kompaktseminar
Sie möchten die Blutegeltherapie in Ihr Behandlungsspektrum aufnehmen? Kein Problem, dieses Seminar bringt Sie in drei Stunden von der Theorie direkt an den Patienten.
Blutegel eignen sich zum vielfältigen Einsatz bei chronischen und akuten Beschwerden am Bewegungssystem.
Sie erhalten eine grundlegende Übersicht über die Indikationen und alle praktischen Hinweise, die Sie für die Anwendung brauchen: Auswahl der Ansatzstellen, Ansetzen, Umgang mit der Nachblutung, Patientenaufklärung sowie Kontraindikationen, Hygiene und Bezug der Egel. Kompakt und ohne Ballast.
Nach dem Seminar können Sie gleich am nächsten Praxistag mit der ersten Behandlung beginnen.

Referentin
Dr. med. Elke Mari
Praktische Ärztin, Dozentin
Wenn Homöopathie stagniert: Primaristic als Schlüssel zur Lösung von Therapieblockaden
– Die Bedeutung frühkindlicher Reflexe
Trotz sorgfältiger Repertorisation und passgenauer Arzneiwahl kann es in der homöopathischen Praxis zu einer Stagnation des Heilungsverlaufs kommen. Eine mögliche Ursache können persistierende frühkindliche Reflexmuster sein, die mit erhöhtem Muskeltonus, sensomotorischen Dysbalancen und vegetativer Überlastung einhergehen.
Die Primaristic ist ein Therapiekonzept auf Grundlage der Neurophysiologie. Durch primaristische Bewegungs- und Lagerungsübungen können bestehende Reflexmuster unterbrochen und zur Ruhe gebracht werden, sodass die sensomotorische Entwicklung und Nachreifung unterstützt werden kann.
Der Vortrag zeigt anhand dreier Fallbeispiele
– Vorschulkind mit Entwicklungs- und Artikulationsstörung
– Säugling mit Nahrungsverweigerung sowie
– Erwachsener mit akuter Lumboischialgie
wie Primaristic und klassische Homöopathie in der Praxis miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob persistierende frühkindliche Reflexmuster ein bislang wenig beachtetes Hindernis im homöopathischen Therapieverlauf darstellen können.

Referentin
Dr. med. Irmgard Rose Parys
Allgemeinmedizin
International Homeopathic Medical Network Philippines
Es wird über die Einrichtung einer Ausbildungsstelle in Toril im Süden von Mindanao im Großraum Davao-City berichtet. Dort sind neben einer Einführung in die Grundlagen der Homöopathie und erstem Kennenlernen wichtiger Arzneimittel für akute Verletzungen sowie Fiebermittel auch Unterrichtseinheiten mit begleitender Phytotherapie, insbesondere mit heimischen und endemischen Heilpflanzen geplant.
Erfreulich und vorteilhaft ist der Umstand, dass in Toril seit vielen Jahren KTEP von Aurora und Dr. Reinhold Kugel aus Kressbronn am Bodensee erfolgreich arbeitet. Mit ihrer Unterstützung wird es rasch möglich sein, geeignete Ärzte, Hebammen und ausgebildete Pflegekräfte in unser Unterrichtsprogramm einzuschreiben. Außerdem ist eine Ambulanz geplant, gegebenenfalls kann ich einzelne Fallbeispiele berichten.
Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe, denn auf den Philippinen wird Naturheilkunde und auch ausdrücklich Homöopathie positiv bewertet und unterstützt.
Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne bei mir melden. Das Projekt findet vom 15. März bis zum 1. April 2027 statt.

Referent
Milan Pavić, M.Sc.
Osteopath, ab März 2027 Doktorand der Medizinwissenschaften
Ganzheitlichkeit in der Osteopathie – eine neurologische Betrachtung
Der Vortrag widmet sich dem Konzept der Ganzheitlichkeit in der Osteopathie und beleuchtet die verschiedenen osteopathischen Modelle, wobei das neurologische Modell im Mittelpunkt steht. Auf Grundlage neurowissenschaftlicher und neurophysiologischer Erkenntnisse wird erläutert, wie dieses Modell dazu beitragen kann, die komplexen Wechselwirkungen innerhalb des menschlichen Organismus sowie die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Krankheit und Selbstregulation besser zu verstehen.
Anhand praxisnaher Beispiele werden die theoretischen Grundlagen veranschaulicht und ihre Bedeutung für das medizinische Denken und Handeln aufgezeigt. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie eine ganzheitliche Betrachtung dazu beitragen kann, körperliche Beschwerden besser einzuordnen und therapeutische Ansätze im Kontext des Gesamtorganismus zu verstehen.
Ziel des Vortrags ist es, osteopathische Denkmodelle mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zu verknüpfen und einen differenzierten Zugang zur Ganzheitlichkeit zu eröffnen. Im Mittelpunkt steht dabei das Bestreben, den Menschen in seiner Gesamtheit zu verstehen – in seinem körperlichen Erleben, seiner individuellen Wahrnehmung und seinem Sein.







